Rezension: Geocaching II

Cover_GeocachingIIViele haben es schon im Rucksack, manche haben es schon gelesen und wir haben es jetzt auch, das Buch „Geocaching II von Mysterys Rätseln und Lösungen“. Und weil es sich vielleicht noch einige von euch anschaffen wollen bzw sich über so manches blaue Fragezeichen ärgern gibts jetz einen kleine Rezension.
Bevor ihr aber zu große Hoffnungen hegt, der Masterplan für jeden noch so verdrehten Mystery ist das Büchlein sicher nicht, aber eine solide Sammlung von „Grundkenntnissen“ die so manchem Ratehaken seinen Schrecken nehmen 😉

Inhalt:
Auf gehts in den ersten Teil des Buches. Hier geht es darum wie finde ich das Rätsel und wie kann ich es lösen? Was mir hier sehr gut gefallen hat ist die Tatsache, das die Lösung nicht einfach vorgekaut werden, sondern versucht wird die Funktionsweise der Chiffren zu erklären. Dazu gibt es auch immer wieder kleine Beispiele an denen man checken kann ob man den Chiffre verstanden hat. Passend dazu werden noch eine Reihe von nützlichen Links und Freeware-Programmen serviert.
Der Zweite Teil ist zwar sehr schmal, beeinhaltet aber einige sehr nützliche Tipps für den Umgang mit dem GPS.
Abgerundet wird das ganze Buch dann mit einer Sammlung einiger gängiger Verschlüsselungsarten, von realen Alphabeten über Fantasy-Schriften bis hin zum Periodensystem.

Mein Fazit:
Für mich ein sehr nützliches Buch und durch die Tabellen gerade auch für den Outdoor Einsatz geeignet. Einen blutigen Anfänger, der noch nie etwas mit Chiffren oder Zahlensystemen zu tun hatte wird das Buch wohl Anfangs etwas erschlagen. Dafür können auch erfahrene Cacher im Büchlein ab und zu etwas neues entdecken. Deshalb gibt es von uns definitiv einen Daumen hoch 🙂

Weitere Infos:
Mystery zum Buch: GC3R79N
Über die Autoren: Steven Ponndorf ist seit 2008 leidenschaftlicher Geocacher. Der studierte Mathematiker fand beim Geocaching schnell Spaß am Lösen der vielfältigen Aufgaben, welche die weitverbreiteten Mystery-Caches bereithalten. Markus Gründel ist seit Kindertagen leidenschaftlicher Wanderer und Bastler und liebt technische Spielereien. Seit er 2002 seinen ersten Geocache fand, ist er der Faszination der modernen Schnitzeljagd verfallen. Sein Buch „Geocaching“ avancierte zum deutschsprachigen Standardwerk. [Quelle: Pressetext Geocaching II]

Der Multi – eine aussterbende Art

Das ist kein Aprilscherz und den Mist, den ihr hier lesen dürft, stammt vom Kater und spiegelt auch nur seine eigene Meinung wieder:

Können Cache-Arten aussterben? Ich habe das Gefühl, dass es sie es können. Weil es von vielen in der Community gewollt ist. Eigentlich gehörte er mal zu einer beliebten Art des Cachens, der Multi-Cache. Bei Tag und bei Nacht war er beliebt, einen Cacher über eine bestimmte Route, mit den verschiedensten Aufgaben zu beschäftigten und am Schluss mit einer schönen Finaldose zu belohnen.

Leider musste ich feststellen, dass immer weniger Multis gelegt werden und sich auch einer schwindenden Beliebtheit zeigen. Wenn man sich die Logzahlen von Tradis und Multis ansieht und vergleicht, sieht man schnell, das Tradis deutlich mehr gesucht werden. Wenn mann dann noch die Aussagen macher Cacher, wie z.B.: „Ich renn doch net die halbe Nacht / den halben Tag durch den Wald, für nur einen Punkt in der Statistik“, oder „2 Kilometer ist mir zu weit“ dazu betrachtet, wird schnell, dass es diesen Cachern nur noch um schnelle, einfache Punkte geht und nicht mehr ums Cachen.

Motiviert durch solche Statistikcacher machen sich viele Owner nicht mehr die Mühe, einen Multi auszuarbeiten, sondern werfen lieber nur alle 200 Meter eine Filmdose in die Landschaft und legen diese dann als Rundweg. Materialaufwand vergleichbar eines Multis, Besucherzahlen etwa das zwanzigfache von dem, was bei einem Multi üblich ist und wenn was zu warten ist, dann wird in der Regel archiviert und neu gelegt, damit man nochmal loggen kann.  Bei solchen Powertrails ist es dann komischerweise unerheblich, ob er einen Kilometer oder 20 Kilometer länge hat, die werden selbst von den lauffaulsten Cachern, denen zwei Kilometer bei einem Multi schon zu weit sind, gemacht. Suchen braucht man in der Regel bei solchen Trails auch nicht mehr, denn nach spätestens vier Wochen sieht es dort aus, wie Dresden 1945 und man findet die Dosen problemlos auch ohne GPS.

Leider färben dann solche Runden auf neue Cacher ab, die dann selbst solche Runden legen und es kommen immer weniger auf den Gedanken, einen Multi zu machen oder zu legen, denn es ist ja offensichtlich nicht mehr gewollt und gibt ja nur einen mickrigen Statistikpunkt.

Ich persönlich finde dies sehr schade, denn mit die schönsten Caches, die ich machen durfte, waren Multis. Nachtcaches, Wandermultis, Tagmultis, Offset-Multis. Leider wird es immer weniger Cacher geben, die diese Freude auch haben durften. Immer weniger Cacher legen überhaupt noch Multis, immer weniger machen Sie, denn in Zeiten des Statistikcachens und Powertrails hat er keinen Platz mehr, der Multi.